hieramts

Nicht renommiert, sondern versetzt

sei der ehemalige Leiter der Wiener Kriminaldirektion 1, stellte der Polizeipräsident fest, als jener im Fachblatt "Der Kriminalbeamte" eine Kritik an der Wiener Polizei veröffentlichte. Diese war zwar nur eine von vielen kritischen Auseinandersetzungen mit der in jeder Hinsicht in einem elendiglichen Zustand befindlichen Truppe. Sie reichte aber aus, dass, wie der ORF berichtet, Frühwirth suspendiert wurde, weil:

"Kein Dienstgeber würde es sich gefallen lassen, wenn ein offensichtlich nicht renommierter, sondern versetzter Mitarbeiter ihn mit unqualifizierten Äußerungen in der Öffentlichkeit attackiert", so der Polizeipräsident.

Auch wenn sich das Mitleid mit Frühwirth in Grenzen halten mag, da dieser selbst ziemlich tief im Wiener Polizeisumpf stecken dürfte, so ist doch bemerkenswert, dass er wegen strafrechtlich relevanter Anklagen nur versetzt worden ist, wenn er das Maul aufreißt, aber suspendiert wird.
Eine Maßnahme, welche Polizisten, die Bürger prügeln oder Asylwerbende foltern, nur selten und wenn, dann zumeist nur mit Verzögerung widerfährt.
Analog zur ÖVP-internen Parteipraxis "beten und Goschn halten" könnte man dies für die Polizei mit "prügeln" statt beten als adäquate Verhaltensweise übersetzen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt des ehemaligen Oberkieberers war übrigens:

"Im Zundwesen herrscht Stillstand!"




Identitätskrise


Dass mein Pass nach 5 Jahren Ablaufdatum nicht mehr als Identitätsausweis gilt, musste ich schmerzlich feststellen, als die Briefträgerin, die mich seit etlichen Jahren auf der Straße mit Namen anredet, eine eingeschriebene Sendung nicht zu überreichen gewillt war. Auch meine Gefährtin bekam eine solche Sendung nicht, weil sie in ihrem Führerschein noch den Namen vor der Verheiratung eingetragen hat. Da half auch die Vorlage der Heiratsurkunde nichts.
Also landete ich beim hiesigen "Frontoffice" des Magistrats und erfuhr, dass wegen des Ablaufdatums des Passes auch noch Staatsbürgerschaftsnach- und ein weiterer Lichtbildausweis benötigt würden.
Nachdem ich die Bediensteten zum Internetsurfen genötigt hatte, weil ich darauf hinwies, dass diese Anforderungen nicht auf dem Webportal der Stadt aufgelistet seien und ich im übrigen keinen weiteren amtlichen Lichtbildausweis hätte, wurde mir beschieden, dass ich dann einen Zeugen brauche, der meine Identität bestätige.
Dem darauffolgende Versuch, sich dieser Angelegenheit ergebnisorientiert zu nähern, war kein Erfolg beschieden:
Ich mutete diesen Bediensteten doch glatt zu, im magistratischen Intranet meinen Namen zu suchen, bei Bedarf auch Fotos von mir im Web anzuschauen und zusammen mit dem ehemaligen Pass, einigen aktuellen Fotos, die den alten Passfotos immer noch sehr ähnlich sind, sowie Geburts- und Heiratsurkunde, E-Card, Jahresticket und Bankomarkkarte, mir zu glauben, dass ich ich sei!
Die eine Bedienstete schaute nach diesem Anlauf ziemlich kundenorientiert auf die Heiratsurkunde und meinte, es könne doch meine Frau als Zeuge gehen!
- Aber da ist das selbe Problem, sie hat einen abgelaufenen Führerschein
- Ein Führerschein läuft nie ab!
- Aber die Ausstellung des Führerscheins und das Foto ist viel älter als mein Pass und das Passfoto, außerdem hat sie noch ihren alten Namen.
- Das macht nichts. Sie haben ja eh die Heiratsurkunde, da steht ja der neue Name drauf!
- Das heißt, ein uralter Führerschein mit falschem Namen gilt schon als Identitätsnachweis, ein jüngerer Pass mit dem richtigen Namen und einem jüngeren Foto aber nicht?
- So ist eben das Passgesetz
- Wobei wegen des falschen Namens im Führerschein die Identität dieser Person, die meine Identität bestätigen soll, erst durch die Heiratsurkunde von Ihnen anerkannt wird?
- Ja, weil da ja der alte und der neue Name drinnen steht!
- In jenem Dokument drinnen steht, das ich, dem Sie nichts glauben wollen, beibringe? Wäre es jetzt nicht an der Zeit, mich als der zu akzeptieren, der ich bin?
- Nehmen Sie doch einfach Ihre Fau mit!



Magistratischer Thementopf mit Klick

Im Intranet der Gemeinde Wien ist seit heute eine selten dämliche erfrischend lockere Ankündigung eines neuen Services für Magistratsbedienstete zu lesen:
"Online-Pressespiegel jetzt mit Euro-Suche.

Der APA Online- Pressespiegel für Wien.at Intern verfügt ab sofort über einen eigenen Euro-Button (links oben). Damit wird per Mausklick eine Suche nach Artikel im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008™ durchgeführt
...
Berichte zur EURO 2008 mit einem "Klick"
Zusätzlich zu den bisherigen Themenbereichen bietet der Online-Pressespiegel seit 27. Februar einen "UEFA EURO 2008TM"-"Thementopf an.

Die Fußball-Europameisterschaft rückt näher und die Berichterstattung in den Medien wird immer umfangreicher.

Um unseren UserInnen einen schnellen Überblick über dieses für die Stadt Wien einmalige Großereignis zu ermöglichen, werden seit 27. Februar Meldungen, die dieses Thema berühren, im Online-Pressespiegel in einem zusätzlichen "UEFA EURO 2008TM"-Themenbereich angeboten.
Die Funktion "Suche & Archiv" ist ab 27. 2. möglich.
Es werden so wie bisher Printmedien-Berichte aus den lokalen, kommunalpolitischen und politischen Bereichen erfasst, nicht aber die Berichterstattung über die Spiele der Fußball-Europameisterschaft. "

Und was wird die Gemeindebediensteten im Thementopf erwarten?
Immer wieder, immer wieder, "Österreich":
euro-pressespiegel


Angeblich soll ab sofort zwischen 11 und 15 Uhr der Gruß zwischen Magistratsbediensteten nicht mehr "Mahlzeit" sein dürfen, sondern muss "I wer narrisch!" lauten.

Nach dem letzten Schuss dieses sehnlichst vorbeigesehnten Events wird es für die diese Bediensteten wohl nicht mehr so ohne weiteres möglich sein, zum alten Gruß zurückzukehren.

Neugierige Abteilungsleiter?


Unlängst in der Newcomer-Schulung des Magistrats Wien erfuhren die TeilnehmerInnen Erstaunliches. Erstens, dass es eine dreißigminütige Mittagspause gebe (wahr ist dagegen, dass zur Einnahme des Essens die dafür notwendige Zeit gewährt werden muss) und zum Anderen, dass die Mailkonten der Bediensteten vom Dienstgeber nur bei Verdacht von Missbrauch eingesehen werden dürften, und dies auch nur im Rahmen einer festgelegten Prozedur, in welcher auch die Personalvertretung einbezogen sei, tatsächlich aber jeder Abteilungsleiter die Möglichkeit habe, in die Mailkonten seiner Untergebenen Einschau zu nehmen und diese Möglichkeit auch genutzt werde. Wenn damit Missbräuchliches entdeckt werde - (Verspottungen des Abteilungsleiters z.B.?) - erfolge dann die legale Prozedur der Überwachung und dementsprechend werde auch was gefunden, was für ein Diszi gegen den Mailkontenbesitzer reiche.
Irgendwie glaube ich das aber nicht. Weil das wäre ja ungesetzlich. Und das Misstrauen gegen den Dienstgeber sollte uns noch nicht so sehr zerfressen haben, dass wir jeden Blödsinn glauben, der in der Newcomer-Schulung erzählt wird.
Andererseits glaube ich seit meinem 5. Lebensjahr auch nicht mehr an das Christkind.






__________________________________
"Die Angelegenheiten des Dienstleistungskonzerns „Magistrat der Stadt Wien" betreffen unzählige Bereiche. Informationen dazu, einen Überblick über Rechte und Pflichten sowie Interessantes zu den Aufgaben und Zielen einer modernen Dienstleisterin vermittelt die Newcomerschulung in 11 Modulen.
Ziel: Die Teilnehmer/innen erfahren die relevanten Themen zur neuen Arbeitgeberin „Dienstleistungskonzern Wiener Magistrat".

Es hagelt Interne Kommunikation

Nach einer Studie der ikp - Kommunikationsplanung und Öffentlichkeitsarbeit GmbH hat wurde die Interne Kommunikationen in den Betrieben im Vergleich zur letzten Erhebung
  • finanziell besser ausgestattet
  • hat mehr materielle Ressourcen bekommen (Intranet...)
  • für 80% der Führungskräfte hat der Stellenwert der Internen Kommunikation zugenommen
  • Mehr als drei Viertel der Befragten geben an, dass die Interne Kommunikation in ihrem Unternehmen „eher gut bzw. sehr gut, offen und ohne Hierarchien“ funktioniert aber:
  • In mehr als drei Viertel der Unternehmen funktioniert die "Interne Kommunikation" nur von oben nach unten.
Zu vermuten ist, dass sich die interne Kommunikation der Führungskräfte mit ihren Untergebenen entweder in Anweisungen erschöpft oder die Untergebenen verweigern zunehmend den Dialog. Oder beides.

Trifft sich mit meinen Beobachtungen an meiner Arbeitsstelle: Leitung monologisiert mit der Geste des Dialogs vor sich hin und wehrt Einwände ab. Die Untergebenen sind es inzwischen müde geworden, gegen die fixen Ideen, die sich quartalsmäßig ändern, ihre guten Argumente zu verbrauchen und versehen zusehends Dienst nach Vorschrift oder Dienst neben den Vorschriften. In den Workshops wird geschwiegen. Gelegentlich gibt es Wutausbrüche und zornige Mails an alle. Das wars auch schon.

Magistratisches Qualitätsmanagement

Von 100 Standorten nehme man die 50 Besten, ermittle den Median dieser 50, rechne diesen hoch auf alle Standorte und erhält dadurch ein Personalersparnispotential von 13%. Damit hat die Innenkontrolle ihre Aufgabe erfüllt. Nun ist der Controller der Abteilung am Zug. Er macht die sogenannte qualitative Analyse und rechnet anhand von Durchschnittswerten den Personalbedarf aus. Dieser ist höher als der von der Innenkontrolle ermittelte aber weniger als der aktuelle Personalstand. Dann wird zwischen Dienststelle und Personalaufsicht verhandelt und es gibt eine Einigung auf einen Personalreduktionswert, welcher in etwa in der Mitte zwischen dem von der Innenkontrolle und dem des Controllers liegt. Also 7 % Personalreduktion und alle freuen sich: Die Innenkontrolle, weil sie es geschafft hat, durch eine einfache und beliebige Rechnung das Budget zu entlasten. Der Controller, der den untersuchten Betrieb jetzt genau kennt und von allen geliebt wird. Von der Innenkontrolle, weil er sie ernst genommen hat und vom Chef der Abteilung, weil er wenigstens einige Posten gerettet hat. Und der Chef der Abteilung freut sich eben wegen dieser Posten, die im Nachhinein wie ein Postenzuwachs aussehen.
Qualitätsmäßig.

Hot-Spots

  • Während die MitarbeiterInnen der Bücherei Philadelphiabrücke bei 34°, riesigen aufgeheizten Glaswänden, stehender Luft, täglich fast am Kollabieren sind, wird der Veranstaltungssaal, obwohl in den Sommermonaten unbenutzt, ohne Fenster oder sonstiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt, Tag und Nacht auf herrliche 20° Grad klimatisiert.
  • Klimatisiert wird auch der Serverraum der Wiener Büchereien. Dort ist heute aber leider die Klimaanlage ausgefallen. Daher kriegen die Server hitzefrei.
  • In den Zweigstellen der Büchereien können zum Glück keine Klimaanlagen ausfallen. Daher müssen die MitarbeiterInnen auch nicht heruntergefahren und erst wenn die Anlage funktioniert, wieder in Betrieb genommen werden

Leidbild? Mit Übermalungsevent

Den MitarbeiterInnen der Friedhöfe scheint nichts erspart zu bleiben. Aus der Mitarbeiterzeitung "Wien aktuell" (gekürzt):
    Unsere Friedhöfe – mehr als nur Begräbnisstätte: Unter diesem Motto steht das neue Leitbild, das von der Dienststelle gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der MA 43 erarbeitet worden ist.
    Bis zu 600 MitarbeiterInnen sind im Einsatz, um Gräber zu vergeben, Beerdigungen durchzuführen und Wege, Alleen und Grünanlagen sowie Aufbahrungshallen und Kirchen, Friedhofskreuze, historische Gebäude und Kulturdenkmäler zu erhalten.
    Leitbild als interne Orientierung
    Diese vielfältigen Aufgaben auf den Friedhöfen und in den eigenen Betrieben galt es im Juni 2005 von der MA 43 zu beschreiben. Innerhalb nur eines Monats wurde ein neues, modernes Leitbild formuliert. „Dieser Leitbildprozess war durch sehr intensive Arbeitssitzungen geprägt“. In einem Workshop mit 36 MitarbeiterInnen wurden fünf Themenbereiche erarbeitet. Das Leitbild umfasst die Schwerpunkte „Aufgaben“, „Verantwortung“, „Betriebe“, „KundInnen und PartnerInnen“ und „Unternehmenskultur“. „Auf Basis des Workshops und durch weitere Anregungen, die per E-Mail und Post bei der Dienststelle eingelangt sind, wurde das Leitbild von einem 14-köpfigen Kernteam formuliert“Das Ergebnis soll sowohl Orientierung für die Dienststelle intern als auch für die Öffentlichkeit bieten“, erzählt G.H, die als Moderatorin dieses Prozesses die MA 43 bei ihrem Vorhaben begleitete.

    Zu jedem Themenbereich wurden Leitsätze formuliert, die täglich umgesetzt werden sollen. "Regelmäßig werden Infotage auf den Friedhöfen veranstaltet, an denen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im persönlichen Gespräch direkt vor Ort auf die Fragen unserer Kundinnen und Kunden eingehen“„Neben den klaren Vorgaben seitens des Dienststellenleiters war der Einsatz seitens der MitarbeiterInnen ausschlaggebend für das Gelingen dieses Projektes“, freut sich G.H von der MDO-Konzerncontrolling.
    Passend zum Motto „… mehr als nur Begräbnisstätte“ ist für die MitarbeiterInnen der MA 43 im Rahmen der Ausstellung der Künstlerin Yoly Maurer ein Übermalungsevent geplant.
      Die MitarbeiterInnen haben die Möglichkeit, ein Bild der Künstlerin zu übermalen und somit künstlerisch zu verändern. Dieses „neue“ Bild wird dann in den Verwaltungsräumlichkeiten des Zentralfriedhofes zu sehen sein.
    „ Es freut mich ganz besonders, dass die Kolleginnen und Kollegen so engagiert an der Erstellung unseres Leitbildes mitgearbeitet haben. Durch diese interne Diskussion konnte ein neues Verständnis für unsere Zielerreichung entstehen."
    Info: Übermalungsevent, 3. November, 17 Uhr, Tor 2, Halle 2, Zentralfriedhof
"Es lebe der Zentralfriedhof" (Ambros)

Horror

    "Nachdem mir heute schon ein sichtlich gealteter Hermann Klein in Begleitung seines Altenbetreuers Günter entgegengewankt ist, ein mürrischer Direktor an mir vorbeischoss, um irgendwelche deutschen Gäste zu empfangen, eine schleimige Pfeife anstelle der Veronika meine Abrechnungen entgegennahm und mich ermahnte, doch endlich meine Protokolle auf den Server zu stellen, starrte mir im Verwaltungs-Büro, das ich diensthalber aufsuchen musste, die Doppelarschfratze Grinder-Bleimler ins wehrlose Gesicht. Zuviel für einen ohnehin schon verkaterten Vormittag."

Firmenorientierung

    Liebe KollegInnen!
    Die Zuständigkeiten der Arbeitsmediziner und Sicherheitsfachkräfte wurde mit Anfang Oktober neu geregelt, nun sind die jeweiligen Firmen dabei, sich im Magistrat zu orientieren. Ich ersuche um Meldung per Mail an mich bis spätestens 21. Oktober, wer sich impfen lassen möchte, der genaue Impftermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

seit Februar 09 übersiedelt nach:

neu auf haftgrund.net

Der Schrecken der Schnecken
Aus gegebenem Anlass: Er war so schleimig, dass in seiner Spur die Schnecken ausglitten und manchen sogar ihre Häuschen zerbrachen. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Der Schrecken der Schnecken">del.icio.us Po st tags: Betriebskultur Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Lasset uns brennen!
In die mit viertausend Pensionistinnen bevölkerte Sporthalle von Poreč ruft Charlie Blecha: “Das weiße Haar auf dem Kopf ist wie das Dach eines Hauses. Drin brennt ein loderndes Feuer.” Wer hier noch rätselt, wieso der Pensionistinnenchef die mehrheitlich SP-Seinen mit einem brennenden Dachstuhl, was in weiterer Folge wohl ein abgebranntes Haus ergibt, vergleicht, erfährt bald des Rätsels Lösung. Es ist schlicht der Aufruf zur Feuerbestattung. Denn seine Pensionistinnen “sind keine Gruftis, sie sind keine Kompostis. Da hab’ ich mit aller Schärfe entgegenzutreten” Die Schwarzen mögen also in Gruften verschwinden, die Grünen im Komposte, sozialdemokratische Pensionistinnenleiber dagegen lassen sich der Flamme zuführen.Da fährt die Feuerwehr drüber. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Lasset uns brennen!">del.icio.us Pos t tags: Blecha, Pensionistinnen, SPÖ Feed enhanced by Better Feed from Ozh


FPÖ-Wähler nicht ausgrenzen!
Sondern eingrenzen, wie es Peter Michael Lingens in seiner Kolumne im aktuellen Profil macht: “Menschen, die heute eine Partei wählen, die zum Dritten Reich keine eindeutige Meinung hat - und die FPÖ hat dazu keine eindeutige Meinung -, mangelt es keineswegs nur an Moral, sondern es mangelt ihnen nicht zuletzt an der Intelligenz, aus der Geschichte richtige Schlüsse zu ziehen. Man kann nicht anständig und intelligent und gleichzeitig Wähler …” [der FPÖ sein] Sachte ich doch immer schon: Wer FPÖ wählt, ist entweder ein Faschist oder ein Trottel - meistens beides. Gilt natürlich für die abgespaltene Kärntner Jörgl-Gebetsliga genauso. Das ist eine Feststellung und keine Ausgrenzung. Und es wird auch niemand verunglimpft, denn die Wahl ist ja geheim :-) © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to FPÖ-Wähler nicht ausgrenzen!">del.icio.us Post tags: Rechtsextremismus Feed enhanced by Better Feed from Ozh


“Die Realität ist immer ein Signal”
sagt Cohn-Bendit angesichts der durch die Grünen möglich gewordenen “Jamaika”-Koalition (statt der möglichen rot-rot-grünen).Und über den saarländischen Grünenchef Ulrich: "Der Ulrich ist ein Mafioso" taz: Die Linken können jetzt in NRW plakatieren: Wer grün wählt, wird sich schwarz ärgern. Kommt nicht zu einer Polarisierung zwischen Grünen und Linken? Cohn-Bendit: das könnte die Linke tun. Aber Debatten auf der Wahlkampfebene führen nicht weiter. Sie garantieren, dass Schwarz-Gelb der Sieger für lange Zeit bleibt. Grüne und Linke haben eine historische politische Verantwortung, sie müssen die Diskussion rationalisieren. Und sich fragen: Was können wir, jede Partei für sich, einbringen, wenn es gilt, Ökologisierung und soziale Frage zusammenzudenken? Quelle: http://www.taz.de/1/politi k/deutschland/artikel/1/de r-ulrich-ist-ein-mafioso/ © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to “Die Realität ist immer ein Signal”">del.icio.us Post tags: Grüne, Jamaica, Linke Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Welcher Dolm hat Keynes in den Zug gesetzt?
Die ÖBB als “Dolm der Woche” zu nominieren, ist angesichts der laut gewordenen Absicht, Stückgut künftig von der Schiene auf die Straße zu befördern, eine durchaus zutreffende Wahl.Nur, wie kann jemand auf die Idee kommen, Keynes, dessen Name nicht ganz zufällig mit der Theorie staatlichen, gesamtwirtschafltichen Handelns verknüpft ist, angesichts der Zustände in der ÖBB zu einem Marktradikalen werden zu lassen?Bevor er in einen Zug der ÖBB eingestiegen ist, hat er zuvor noch eine der Züge der britischen Privatbahnen benutzen müssen, die nach der Verluderung des Schienennetzes und dem Bankrott der hauptverantwortlichen Betreibergesellschaft wieder teilweise unter staatliche Kontrolle gestellt wurde. Eventuell ist er auch über die Schweiz gefahren, wo die staatliche Schweizer Bahn schon vor Jahren ein ambitioniertes Ausbau- und Komfortverbesserungsprojek t der Bahnen in die Wege geleitet hat. Wenn Keynes dann, sagen wir in Wien ankommt, kommt er vielleicht zum Schluss, dass sich die ÖBB gerade zwischen diesen beiden Extremen befindet und noch eine Chance für eine menschenfreundliche Bahn bestünde, wenn die politisch Verantwortlichen gemeinwirtschaftliche...


Apocrifu: Höllentanz der Bücher und Schwerter
Der belgische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui leitet mit dem Stück “Apocrifu” das Tanzprogramm des Festspielhauses St. Pölten ein.Ein Spiel mit in Büchern verfassten Manifesten des Glaubens und der Politik: Die Texte ihrer Lieder korrespondieren mit jenen Büchern, die Cherkaoui als besonders bedeutend einordnet: religiöse und weltliche Schriften, die Herrschaftsansprüche über Menschen formulieren.Wegen dieser Bücher können Menschen zu Marionetten werden. Cherkaoui geht davon aus, dass sich die großen Glaubensschriften häufig aus den Apokryphen von Konkurrenzideologien entwickelt haben. Apokryphen sind Texte außerhalb des offiziellen Programms einer Ideologie. Der Choreograf kritisiert mit seiner Reflexion dieses Phänomens die Alleinherrschafts- und Wahrheitsansprüche in dem kulturdarwinistischen Konkurrieren von Ideologien. Quelle: http://derstandard.at/fs/1 254311057066/Festspielhaus -St-Poelten-Hoellentanz-de r-Buecher-und-Schwerter © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Apocrifu: Höllentanz der Bücher und Schwerter">del.icio.us Po st tags: Buch, Ideologien Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Apocrifu: Höllentanz der Bücher und Schwerter
Der belgische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui leitet mit dem Stück “Apocrifu” das Tanzprogramm des Festspielhauses St. Pölten ein.Ein Spiel mit in Büchern verfassten Manifesten des Glaubens und der Politik: Die Texte ihrer Lieder korrespondieren mit jenen Büchern, die Cherkaoui als besonders bedeutend einordnet: religiöse und weltliche Schriften, die Herrschaftsansprüche über Menschen formulieren.Wegen dieser Bücher können Menschen zu Marionetten werden. Cherkaoui geht davon aus, dass sich die großen Glaubensschriften häufig aus den Apokryphen von Konkurrenzideologien entwickelt haben. Apokryphen sind Texte außerhalb des offiziellen Programms einer Ideologie. Der Choreograf kritisiert mit seiner Reflexion dieses Phänomens die Alleinherrschafts- und Wahrheitsansprüche in dem kulturdarwinistischen Konkurrieren von Ideologien. Quelle: http://derstandard.at/fs/1 254311057066/Festspielhaus -St-Poelten-Hoellentanz-de r-Buecher-und-Schwerter © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Apocrifu: Höllentanz der Bücher und Schwerter">del.icio.us Po st tags: Buch, Ideologien Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Büchereien online nun auch mit Gebärdensprachevideos
Als eine der ersten Bibliotheken im deutschsprachigen Raum bieten die Büchereien Wien die wichtigsten Benützungsinformationen auch in Gebärdensprache an. Durch auf der Homepage abrufbare Gebärdensprachvideos, die in Zusammenarbeit mit equalizent, dem Qualifikationszentrum für Gehörlosigkeit, Gebärdensprache, Schwerhörigkeit und Diversity Management hergestellt wurden, bekommen gehörlose und hörgeschädigte Menschen die Möglichkeit, sich in ihrer Sprache ein Bild von dem vielfältigen Angebot der Büchereien Wien zu machen. Dieses beinhaltet auch viele Medien, die gehörlose Menschen beim Erwerb von Lesekompetenz und beim Erlernen der deutschen Schreibsprache unterstützen. Quelle: Rathauskorrespondenz © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Büchereien online nun auch mit Gebärdensprachevideos">del .icio.us Post tags: Büchereien Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Was unterscheidet FALTER und HEUTE?
Fast alles, wäre die gängige Vermutung, wenn, ja wenn es im Falter nicht ein kleines widerständiges Ideologiedorf gäbe, an dem die Zeitläufte abprallen, wie einstens die Römer im generischen Dorf der starken Männer und wo der Bezahl-Falter sich auf dem selben Dorfplatz wiederfindet wie das Gratisblatt: Heute: Appell der Kindergärtner: 3056 Pädagogen wollen mehr Geld … jeder zweite Kindergärtner fordert … Falter: © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Was unterscheidet FALTER und HEUTE?">del.icio.us Post tags: Falter, generisches Maskulinum Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Bibliothekarin und Personalvertreterin
Im Augustin, Wiens Straßenzeitung gibt es einen Artikel in der Rubrik “Lokalmatador” über eine Bibliothekarin, die seit fast 40 Jahren in einer Bücherei im 2. Bezirk arbeitet. Es beginnt quasi nostalgisch: “Maria Hirsch leitet die städtische Bücherei in der Zirkusgasse Nr. 3. Sie begann hier im September 1970, wenige Wochen nach der Matura. Brasilien war Weltmeister im Fußball. Bruno Kreisky schon Weltmeister der Sozialdemokraten. Und auch ihr Vater, der Industriearbeiter, der mit seiner Frau und seinen drei Töchtern der Arbeit quer durch Niederösterreich gefolgt war, gab sich mit der Welt zufrieden: Schön, dass es auch seine Maria zu etwas bringen wollte.” Im Artikel wird weiters darüber berichtet, dass diese Bibliothekarin auch Personalvertreterin ist und sich als solche mehr zu sagen trauen kann, als andere Bedienstete (legendär ist ihr Schreiduell im Rathaus mit der Stadträtin, als diese eine Unterschriftenaktion in den Büchereien untersagt hatte), und dies auch im Interview unter Beweis stellt: “Wenig Freude hat sie heute auch mit jenen Vorgesetzten, die zu den Lesern „Kunden“ sagen und dabei nicht merken, wie sie den...


Kaplan fällt dem Quotenwahn zum Opfer
“Name für die Quote?” fragt das Bezirksjournal in der aktuellen Nummer und fügt dieser kryptischen Frage eine noch viel anspruchsvollere hinzu: Quotenwahn oder historischer Verdienst? Anlässlich der Nähe zum “Equal Pay Day” und etlicher pfiffiger Auslassungen darüber in der österreichischen Bloggerszene würde ich mir diese Frage so deuten, dass nunmehr für Frauen die Möglichkeit besteht, zwischen wahnhaften Quotenregelungen (wie es beispielsweise jetzt am Übermaß an weiblichen Rektorinnenernennungen zu beobachten ist) oder einem noch nie dagewesenen Einkommenssprung zu wählen. Doch es ist ganz anders. Franz Schodl, fleißiger Leserbriefschreiber in der Kronenzeitung, ehemaliger grüner Bezirksrat in Meidling, nunmehr für die Bürgerliste “Pro Hetzendorf - Bürger für Bürger“ ebenfalls als Bezirksrat aktiv, ist mit der Benennung eines Parks unzufrieden: Die Meidlinger SPÖ will die Parkanlage “Friederike Stoiber-Park” nennen. Stoiber war die erste Leiterin des Pensionistenwohnhauses Hetzendorf. Franz Schodl von der Bürgerliste “Pro Hetzendorf’ stößt dieser Name...


Gedämpftes Leben mit gewaltigem Echo
Beim Löschen von nicht ausgeführten Entwürfen ist mir dieser untergekommen, in dem ich eigentlich nur den Hinweis von Netbib  auf einen langen, gut gemeinten Artikel anläßlich der Pensionierung einer offenbar überaus verdienten Bibliothekarin wiedergebe. Aber es ist zu schön :-) Harfensolo aus der Stille Bibliothekarinnen leben gemeinhin ein Leben im Stillen, ihre Bewegungen gedämpft von den vielen Büchern. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Gedämpftes Leben mit gewaltigem Echo">del.icio.us Post tags: BibliothekarInnen Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Bücherverbrennung und Abschaum
“Bücher mit Brennwert” übertitelt Günter Traxler einen Beitrag seiner Kolumne “Blattsalat” und berichtet von einem erstaunlichen Wertmaßstab, der in “Heute”, der U-Bahn-Gratiszeitung an Bücher angelegt wird. (”Heute” wird von der Schwiegertochter des Kronenzeitungs-Dichands herausgegeben und hat sowohl vom Outfit als auch vom Inhalt her ziemliche Ähnlichkeit mit dem Blatt des Schwiegerpapas). Für alle Fans von Bücherverbrennungen hat der “Krone”-Abschaum “Heute” am Freitag moralische Qualitätskriterien für die Beurteilung von Neuerscheinungen vorgelegt, bei denen der Geist möglicher Leser im Sinne der Blattlinie nicht belastet wird, weil es zu einer Lektüre erst gar nicht zu kommen braucht. In der Rubrik Die besten Bücher dieser Woche wurden nach diesem neuen System gerade rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode drei Werke präsentiert, aus denen, wenn schon nicht Leser, so doch Nutzer einen Gewinn ziehen sollten, den sich die Autoren nicht träumen ließen. Nummer eins: Gefühlsmensch Wolfgang Schüssel schüttet sein Herz aus - und berichtet über politische Fakten …...


Doppelter Löscheinsatz
“ein Journalist, der mit Burn-out im Krankenstand war” berichtete vorhin im Club 2 ein Privatdetektiv, welcher Krankenstandsüberwachungen durchführt, “koordinierte in dieser Zeit Einsätze der Feuerwehr”. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Doppelter Löscheinsatz">del.icio.us Post tags: Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Ein bißchen verpoppert
Ob es wohl möglich ist, diesen vom ORF produzierten Satz als richtig zu falsifizieren? Natürlich nur nach umfassenden Studien: “Eine Behauptung, die durch die umfassenden Ermittlungen als falsch verifiziert wurde”. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Ein bißchen verpoppert">del.icio.us P ost tags: Feed enhanced by Better Feed from Ozh