Wie sich Bundeskanzler Gusenbauer hinaufgelesen hat

Aus dem neu erschienenen Buch "Die Wege entstehen im Garten. Alfred Gusenbauer im Gespräch." ist eines dieser durch K. Krawagna-Pfeifer und A. Thurnher geführten Interviews in der aktuellen Falter-Ausgabe abgedruckt. Unter anderem wird vom Prozess des "Hinauflesens" (kennt noch jemand diesen Ausdruck aus schwarzer Bibliothekspädagogik?) und von der Benutzer-Bibliotheks-Interaktion berichtet.
Seit meiner Kindheit war ich einer der fleißigsten Kunden der Ybbser Stadtbibliothek. Dort saß Frau Dorfner, die war begeistert von Kindern und Jugendlichen, die viel lasen. Ich habe Unmengen Kinder- und Jugendliteratur gelesen, alle möglichen Enid Blytons, Karl Mays und was weiß ich. Oder "Die Schatzinsel", "Tom Sawyer und Huckleberry Finn". Später habe ich sehr gern historische Bücher gelesen. Reden, Geografie und Bücher über andere Kulturen haben mich auch interessiert. Frau Dorfner sagte zu mir immer, sie habe zwar nicht viel Budget für Zukäufe, aber wenn ich der Meinung sei, es gebe etwas, das interessant sei, könne ich ihr das sagen, dann besorge sie das. Sie ist davon ausgegangen, wenn ich das lese, wird das vielleicht andere ebenfalls interessieren. Und daher habe ich der Frau Dorfner öfters einen Tipp gegeben.

Hedonistin - 2008.02.28, 09:34

Und ich dachte immer, es sei Aufgabe der LeserInnen gewesen, sich hinaufzulesen.

haftgrund - 2008.03.01, 02:08

Zu diesem Zwecke müssen sie sich die BibliothekarInnen ihrer Wahl aber erst entsprechend abrichten :-)

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