lurch

Lochgott, übernehmen Sie!

Umzug geht recht holprig vonstatten.
Die Seite auf haftgrund.net ähnelt den burgenländischen Häuslbauersiedlungen der 60er.
Aber der erste Beitrag ist dort gelandet. Wie ja auch in diesen Siedlungen lange vorm Fertigwerden der Häuser frische Kinder das Licht in eben diesen erblickt hatten.

Sozusagen eingelocht.

Mit “Erinnerung, Zusammenhang, Wissen. Das schwarze Loch der Zusammenhanglosigkeit füllen” betitelt die Essayistin und Germanistin Daniela Strigl ihre Rezension des Essaybandes “Ohnmacht und Empörung. Schriften 1982-2006″ von Konstantin Kaiser im Standardalbum.

Die Lektüre der Rezension will nicht so recht gelingen, denn das zu füllende schwarze Loch der Zusammenhanglosigkeit hat mich fest im Griff.  Wenn Erinnerung, Wissen und was sonst noch
ihren Zusammenhang verlieren, dann tut sich schon eine gewisse Leere zwischen ihnen auf. Dass diese eine schwarze sein muss, ist wohl durch jenen aus der Astronomie kommenden modischen Begriff  nahe liegend, welcher gute Chancen hat, den Quantensprung und die Unschärferelation als Füllsel für alle möglichen Zustände und Beziehungen zu ersetzen.
Füllsel. Was soll denn wirklich gefüllt werden: Der Raum zwischen Unverbundenem? Nein, eigentlich das Loch, das schwarze, des Unverbundenen. Sozusagen das Loch des Loches. Da tut sich jede Fülle schwer. Lochgott, übernehmen Sie!

weiter: Lost im schwarzen Loch der Zusammenhanglosigkeit?




Picken im Schatten von Barack V.

"Andererseits könne er auch den feministischen Standpunkt nachvollziehen: Es wurden drei Frauen an die Spitze gewählt, nun sollen sie von einem Mann überschattet werden".
meint Gebi Mair, Mitglied des Erweiterten Bundesvorstandes (EBV) und Tiroler Landtagsabgeordneter im Gespräch mit derStandard.at.
"Was liegt, das pickt"
meldet sich im selben Artikel auch die Präsidentin des Wiener Tierschutzhauses zu Wort.

Die Stimme aus dem Chorgestühl sieht das anders:
"Übrigens: Obama war zu Beginn mit Sicherheit nicht Kandidat des Parteiestablishments."





Wien ist sowas von anderst

Wenn Library Mistress: Wien liest als neue Benennung für die Büchereien einfällt, analog zur tatsächlich erfolgten Umbenennung der Magistratsabteilung 33 in "Wien leuchtet" und ihr umgehend weitere Umbenennungen zufliegen wie "Wien grünt", "Wien säuft ab", "Wien zahlt" und natürlich "Wien stirbt" (welche Magistratsabteilungen das sind, läßt sich unschwer erahnen bzw. aus Library Mistress' Blogbeitrag erlesen), kann ich als alter Magistratsbeamter natürlich nicht ruhen:
  • "Wien brennt"
  • "Wien rettet"
  • "Wienweib"
  • "Wien parkt"
  • "Wien krankt"
  • "Wienjunkie"
  • "Wiendreck"
  • "Wienkadaver"
Auch hier lassen sich die zugehörigen Dienststellen wohl leicht erraten :-)






Geschmackssichere Titelseite zum Jahresbeginn


Vollkoffer des Jahres

Im letzten Moment ist der seit Anfang des Jahres schier unangefochten erscheinende Anwärter für den "Vollkoffer des Jahres" noch von einem Newcomer abgefangen worden!
Und in der Abteilung der einfachen "Koffer" und der "Kofferträger" sind heuer etliche gelandet, von denen ich dies vor einem Jahr nie und nimmer angenommen hätte.

Dass so viele Namen fehlen, erklärt sich daraus, dass all diese zum Stammpersonal in der Abteilung "Jenseitiges" gehören, nicht nur solche wie der überaus schnell Verblichene, sondern auch sein Medienwitwer und überhaupt die ganze rechtsextreme Riege - in allen anderen Kategorien würden sie nämlich schon aufgrund ihrer basalen Arschlochhaftigkeit jedes Maß sprengen.
Im Jenseitsloch ist sehr schnell auch der neue Bundeskanzlist gelandet, nachdem er anläßlich seines "letter of love" an den Gugelhupfkönig - der natürlich ebenfalls im Jenseitigen angesiedelt ist, so wie seine gesamte Crew - kurz noch als Kandidat für den Vollkoffer gehandelt wurde. Doch von Wortspende zu Wortspende wurde klarer, dieser Mann ist nichts für diese Welt, also ab ins Jenseitige.

Die Preisträger:

1. und Vollkoffer des Jahres:

  • "Effi" Dönmez u.a. für: „Ich weiß genau, was ich werden will: Staatssekretär für Integration, Migration und Asylwesen. Dann wäre endlich Schluss mit dem dauernden Auseinanderdividieren der Gesellschaft in Österreicher und Ausländer, in brave Arbeiter und faule Arbeiter und so weiter."(im "Datum" nach Standard)

2. der knapp daneben Vollkoffer:

  • Götz Aly für sein dummes und dreistes Buch "Unser Kampf" und für andere Schwachsinnigkeiten.

3. Einfache Koffer des Jahres:

4. Kofferträger des Jahres:


Mit dieser Auswahl soll aber nicht angedeutet werden, dass es in Ö ansonsten keine Koffer gebe. Aber ganz im Gegenteil. Österreich selbst hat bekanntlich schon was Koffriges an sich, wie man an den Umtrieben des Austrokoffers im Schüsselschen "Wir-wollen-uns-alle-bedenken-Jahr" sich wohl noch erinnern wird.


Fay, Freund von Intellektuellen denen.


Im Profil-Interview zeigt "Ehrlich-währt-am-längsten"-Faymann entwaffnend offen, dass seine Fähigkeit zu politischen Differenzierungen noch einen Optimierungsbedarf zu haben scheint:
Grün und braun - alles eins.
"Nehmen Sie nur die Reden des Grünen Peter Pilz, die sich ja in ihrer Bösartigkeit von Straches Reden nicht unterscheiden. Da beginnt jeder Satz wie ein Krimi, und alles endet immer in einem leichten Korruptionsvorwurf."
Vielleicht könnten ihm Leute, die sich zu informieren bereit sind,ein bißchen helfen? Aber will er sich denn helfen lassen? 

Schon gelesen heute?

"Ich halte nicht viel davon, wenn manche bewusst zur Schau tragen, was sie lesen und womit sie sich beschäftigen."

Intellektuelle, so genannt.
"Ich weiß schon, dass so genannte linke kritische Intellektuelle mich besonders unter Beobachtung halten"


Spittelberger denken Simmering
"Kritische Menschen, die im siebenten Bezirk am Spittelberg leben und sich stundenlang darüber unterhalten, was für die Arbeiter in Simmering das Beste ist ..."

Sprechen mit Simmering
"Ich sehe meine Verpflichtung eher darin, zu den Arbeitern nach Simmering zu fahren und mit ihnen darüber zu reden."

Heraus nach Simmering!
"Darum will ich unsere intellektuellen Freunde begeistern, damit sie uns helfen, dem Paroli zu bieten – bei den Jugendlichen in den Berufsschulen oder bei den Arbeitern in Simmering und Favoriten."

Abholen aus Simmering!
"Künstler sind oft viel mehr in der Lage, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, als Politiker mit ihren Reden. Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Intellektuelle sollten dazu beitragen ..."

Wien soll Spittelberg werden!
"... dass die gesellschaftliche Diskussion nicht nur in den berühmten Zirkeln läuft, wo man einander ohnehin immer Recht gibt, sondern eine gewisse Breite bekommt."





Andachtsvoll transportierte Trauer

Wie Der Standard berichtet, haben BZÖ und ÖVP im Landtag eine Resolution beschlossen, welche sich gegen die angebliche "Anti-Kärnten-Berichterstattung" des ORF richtet und gefordert, dass "geschmacklose Auftritte" untersagt würden. Womit allerdings nicht jene der lokalen Politiker im Kärntner Landesstudie des ORF gemeint sind, sondern die von zwei Kabarettisten. Verlangt wird unter anderem auch,
"dem Kärntner Volk ein Recht auf seine Tradition, seine Kultur und seine Sitten zu geben".



Ausdrücklich ausgenommen von der Kritik wird der ORF Kärnten. Dieser habe "die Trauer in Kärnten mitgetragen und sehr andachtsvoll transportiert".



Daher wird auch gleich gefordert, "dafür Sorge zu tragen, das ORF Landesstudio Kärnten mitsamt seiner Mitarbeiter in vollem Umfang zu erhalten".





Küssen als negative Vorbildwirkung

Kussverbot in Gunskirchner Hauptschule

In einem Elternbrief verbietet es der Direktor der Hauptschule Gunskirchen, dass sich Schüler küssen. Solche Rituale gingen in einen Intimbereich, der mit der Schule nichts zu tun habe, so die Begründung des Schulforums. [...]
Negative Vorbildwirkung
In Gunskirchen will man sich (...) nicht dem Vorwurf aussetzen, nichts unternommen zu haben, sollte es irgendwann einmal zu einem ernsteren Vorfall kommen.

Schließlich aber gehe es auch um die negative Vorbildwirkung für die noch nicht pubertierenden Kinder der unteren Klassen.

Zu unserer Zeit hats so Negativeleien, um nicht zu sagen, Schweinereien, in den Schulen nicht gegeben. "Weiber" wurden von den Jungs ignoriert oder angerempelt. Und das wars schon. Wer nett zu denen war, wurde als Weichling erkannt. Und es gab auch nie nix irgendeinen ernsten Vorfall, damals in den Goldenen Zeiten der Zucht mit Minderjährigen, wird sich die Direktion der Gunskirchner Hauptschule wohl gedacht haben.






"Put your money where your mouth is"


schreibt ein anonymer Spender auf der Online-Spendenliste von Wikimedia.
Anlass zur Spende war für ihn wie für viele andere die von Lutz Heilmann veranlasste Sperre von Wikipedia.de.
In einem Kommentar im zoomer.de wird dem Rechtsreferentar aus Lübeck dafür zu Recht gedankt:


15.11.2008 21:02 Uhr
59097
bedankt

Ich möchte mich in aller Form bei Lutz Heilmann bedanken. Er hat es geschafft, dass Wikipedia wieder in aller Munde ist.

Ganz besonders aber bedanken wir uns für die finanzielle Unterstützung die uns Herr Heilmann verschaffen hat. Mit Bezug auf
seine Aktion wurden heute alleine über 6.000 Euro gespendet.

https://secure.wikimedia.de/spenden/list.php

Vielen Dank und weiter so. Wir sammeln noch weiter Spenden. einer von wikipedia


Archivalia  hat eine Linkliste zu Einträgen zum Thema in der Blogosphäre erstellt.

Das Bild stammt übrigens von der Website "Die Linke. Kreisverband Steinburg", wo Herr Heilmann ziemlich präsent ist.



Keine Hasenernte heuer

Villacher Treibjagd auf Feldhasen abgesagt

Jäger: Einmal "Ernten" muss erlaubt sein
Ertl: "Treibjagden werden gemacht, um den Wildbestand zu regulieren. Es ist nichts anders, als wenn man es mit der Landwirtschaft vergleicht: Es ist ein Hegen und Pflegen unter dem Jahr und ein einziges Mal von 365 Tagen im Jahr wird hoffentlich auch noch geerntet werden dürfen."








seit Februar 09 übersiedelt nach:

neu auf haftgrund.net

Kein Geld für Bildung
denn es wird anderswo gebraucht: Die Lüge: „Es wird nichts verschenkt, wir stellen nichts gratis zur Verfügung, sondern es handelt sich um ein beinhartes Geschäft.“(Finanzminister Pröll) Die Wahrheit: “Das Finanzministerium muss bereits 200 Millionen Euro aus dem Bankenpaket in den Wind schreiben. Hypo Alpe-Adria und Volksbanken können nicht zahlen. Wie die Kontrollmechanismen der Regierung versagten.” © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Kein Geld für Bildung">del.icio.us Post tags: Politsystem, Wirtschaftskrise Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Charité-Bibliothek besetzt
aus dem Tagesspiegel (via Netbibeintrag “Bildung statt Fachidiotie” von Jürgen Plieninger): Etwa hundert Medizinstudierende haben am Mittwochabend nach eigenen Angaben die Bibliothek der Charité im Bettenhochhaus in Mitte besetzt. Sie wollten damit gegen eine bevorstehende Einschränkung der Öffnungszeiten protestieren, erklärte Sebastian Lange von der Fachschaftsinitiative der Charité. (zum Artikel) © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Charité-Bibliothek besetzt">del.icio.us Post tags: #unibrennt, Bibliotheken, Bildungsaufstand Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Charité-Bibliothek besetzt
aus dem Tagesspiegel (via Netbibeintrag “Bildung statt Fachidiotie” von Jürgen Plieninger): Etwa hundert Medizinstudierende haben am Mittwochabend nach eigenen Angaben die Bibliothek der Charité im Bettenhochhaus in Mitte besetzt. Sie wollten damit gegen eine bevorstehende Einschränkung der Öffnungszeiten protestieren, erklärte Sebastian Lange von der Fachschaftsinitiative der Charité. (zum Artikel) © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Charité-Bibliothek besetzt">del.icio.us Post tags: #unibrennt, Bibliotheken, Bildungsaufstand Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Kommunistische Kinderbücher?
fragt Florian Freistetter im ScienceBlog und bringt dieses Cover: Weiter lesen (auch der Kommentare) nur für KommunistInnen und AntikommunistInnen, Gläubige und Ungläubige empfohlen :-) © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Kommunistische Kinderbücher?">del.icio.us Post tags: Buch, Indoktrination Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Für Wiener Leser ausgesucht: gratis mit Relevanz.
Das “echo medienhaus“, jene Gesellschaft mit beschränkter Haftung, über deren bis in die Eingeweide der Wiener SPÖ gehende Verstrickung nicht nur das Datum was zu sagen hatte, bewirbt die diesjährige Buch-ins-Volk-Aktion folgendermaßen: “Das Buch ist allerdings kein x-beliebiges Buch, sondern ein von einem Team des echo medienhauses zusammen mit dem Wiener Bürgermeister eigens für Wiener Leser ausgesuchtes. Das Gratisbuch hat also immer Relevanz für Wien” Genau so hat es auch Klaus Nüchtern im Falter 46/09 beschrieben. Allerdings mit einer etwas anderen Akzentsetzung: “Bürgermeis ter Häupl, Echo-Geschäftsführer Christian Pöttler und Wien live-Herausgeber Helmut Schneider einigen sich auf einen populären, seit Jahren als Taschenbuch auf dem Markt befindlichen Titel, um diesen in einer Auflage von 100.000 Stück und einer hässlicher und billiger gestalteten Ausgabe aufzulegen, die innerhalb von zwei Tagen vergriffen ist.” Relevant für Wien und seinen maskulin generierten Lesern also. “Zart anfeudalisierte Eventisierung von Literatur” nennt das K.N. Und der Bibliothekar einer der gut versteckt gelegenen...


Für Wiener Leser ausgesucht: gratis mit Relevanz.
Das “echo medienhaus“, jene Gesellschaft mit beschränkter Haftung, über deren bis in die Eingeweide der Wiener SPÖ gehende Verstrickung nicht nur das Datum was zu sagen hatte, bewirbt die diesjährige Buch-ins-Volk-Aktion folgendermaßen: “Das Buch ist allerdings kein x-beliebiges Buch, sondern ein von einem Team des echo medienhauses zusammen mit dem Wiener Bürgermeister eigens für Wiener Leser ausgesuchtes. Das Gratisbuch hat also immer Relevanz für Wien” Genau so hat es auch Klaus Nüchtern im Falter 46/09 beschrieben. Allerdings mit einer etwas anderen Akzentsetzung: “Bürgermeis ter Häupl, Echo-Geschäftsführer Christian Pöttler und Wien live-Herausgeber Helmut Schneider einigen sich auf einen populären, seit Jahren als Taschenbuch auf dem Markt befindlichen Titel, um diesen in einer Auflage von 100.000 Stück und einer hässlicher und billiger gestalteten Ausgabe aufzulegen, die innerhalb von zwei Tagen vergriffen ist.” Relevant für Wien und seinen maskulin generierten Lesern also. “Zart anfeudalisierte Eventisierung von Literatur” nennt das K.N. Und der Bibliothekar einer der gut versteckt gelegenen...


Zum Lesen geboren
Leseförderung: Kinderärzte verleihen Bücher: Menden. In Italien ist das Leseförderprojekt „Nati per Leggere” bereits seit 1999 in den Alltag der Büchereien, Kinderärzte und Eltern integriert. Nun bringt das aus Italien stammende Ehepaar Maria Anna und Giuseppe Giambusso die Aktion „Zum Lesen geboren” nach Menden. In Unna engagiert sich das Ehepaar Giambusso bereits seit 2005 für ein verstärktes Interesse von Vorschulkindern an Büchern. Eine Schlüsselrolle im Förderprojekt spielen sowohl die Dorte-Hilleke-Bücherei als auch die drei heimischen Kinderärzte Dr. Michael Berndt, Dr. Thomas Dücker und Dr. Piotr Myslak. Das Konzept ist einfach und einzigartig in Deutschland: Die Kinderärzte geben den Eltern Bücher mit nach Hause, die Eltern geben diese nach dem Vorlesen wieder in der Bücherei ab. Quelle: http://www.derwesten.de/na chrichten/staedte/menden/2 009/11/8/news-140067180/de tail.html © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Zum Lesen geboren">del.icio.us Post tags: Büchereien Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Frauenquote als Funktion der Männermotivation
Erwartungsgemäß melden sich SPÖ-Männer, wenn es um ein Frauenthema geht, zuhauf und enthusiasmiert zu Wort. Wie beim ambitionierten Versuch der Frauenministerin, einen Parteibeschluss zur Frauenquote auch real werden zu lassen. Real? Nix real, sagt der im sonstigen Politleben nicht grad übersprudelnde Gesundheitsminister “weristdasdenngleich?” Stöger, sondern “eine Herausforderung”. Oder gar eine “Offensive”, wie es Bundesgeschäftsführer “ichmagRudasnicht” Kräuter erklärt. ABER da müsse man vor allem “auf Verständnis appellieren”, denn zum Großteil hänge die Erfüllung der Quote mit “Motivation” zusammen. Die der Männer natürlich. So wie übermotivierte Männer das Wahlrecht der Frauen und andere Unrealismen durchsetzten. Faymann ist wieder Faymann: Er sei dafür, die Quoten zu erfüllen und auch “überzeugt”, dass man bis zum Parteitag nächstes Jahr “gemeinsam” zu einem entsprechenden Vorschlag kommen werde. also nicht nächstes Jahr die Quote zu erfüllen, fühlt er sich motiviert, sondern nur zur bereits beschlossenen...


Wohnzimmerbücherei. Modernst.
Anlässlich der Neueröffnung einer Bücherei packt der Öffentlichkeits-Bearb eitungsbereich der Bildungs- und Jugendabteilung der Stadt Wien wieder einmal seine sprachliche Toolbox (Korrekturlesen ist was für Warmduscher) aus. Unangefochten von stilistischen Bedenken widmen sich die Textgestalterinnen der Aufgabe, darüber hinwegzuschreiben, dass in einem der einwohnerreichsten Bezirke Wiens keine Großbücherei existiert. Und weil die Stadtpolitik nicht bereit ist, weitblickend zu planen, sind die Büchereien gezwungen, aus der Not eine Tugend zu machen und - wie im Falle der ziemlich kleinen und verkehrstechnisch ungünstig gelegenen Bücherei Hasengasse - wegen gebäudetechnischer Gebrechen eine Rundumerneuerung im Kleinen zu versuchen, um das Innere der Bücherei luftiger und attraktiver zu gestalten. Dies scheint recht gut gelungen zu sein, allerdings bleibt das Manko der den heutigen Anssprüchen nicht mehr genügenden Kleinräumigkeit.Dieser Bug wird in der Aussendung der Rathauskorrespondenz aber zum Feature definiert: ” … Spektrum an Medien zur Verfügung, das sie in der neu renovierten Zweigstelle in Wohnzimmeratmosphäre konsumieren können” Wem...


Wohnzimmerbücherei. Modernst.
Anlässlich der Neueröffnung einer Bücherei packt der Öffentlichkeits-Bearb eitungsbereich der Bildungs- und Jugendabteilung der Stadt Wien wieder einmal seine sprachliche Toolbox (Korrekturlesen ist was für Warmduscher) aus. Unangefochten von stilistischen Bedenken widmen sich die Textgestalterinnen der Aufgabe, darüber hinwegzuschreiben, dass in einem der einwohnerreichsten Bezirke Wiens keine Großbücherei existiert. Und weil die Stadtpolitik nicht bereit ist, weitblickend zu planen, sind die Büchereien gezwungen, aus der Not eine Tugend zu machen und - wie im Falle der ziemlich kleinen und verkehrstechnisch ungünstig gelegenen Bücherei Hasengasse - wegen gebäudetechnischer Gebrechen eine Rundumerneuerung im Kleinen zu versuchen, um das Innere der Bücherei luftiger und attraktiver zu gestalten. Dies scheint recht gut gelungen zu sein, allerdings bleibt das Manko der den heutigen Anssprüchen nicht mehr genügenden Kleinräumigkeit.Dieser Bug wird in der Aussendung der Rathauskorrespondenz aber zum Feature definiert: ” … Spektrum an Medien zur Verfügung, das sie in der neu renovierten Zweigstelle in Wohnzimmeratmosphäre konsumieren können” Wem...


Der Schrecken der Schnecken
Aus gegebenem Anlass: Er war so schleimig, dass in seiner Spur die Schnecken ausglitten und manchen sogar ihr Häuschen zerbrach. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Der Schrecken der Schnecken">del.icio.us Po st tags: Betriebskultur Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Lasset uns brennen!
In die mit viertausend Pensionistinnen bevölkerte Sporthalle von Poreč ruft Charlie Blecha: “Das weiße Haar auf dem Kopf ist wie das Dach eines Hauses. Drin brennt ein loderndes Feuer.” Wer hier noch rätselt, wieso der Pensionistinnenchef die mehrheitlich SP-Seinen mit einem brennenden Dachstuhl, was in weiterer Folge wohl ein abgebranntes Haus ergibt, vergleicht, erfährt bald des Rätsels Lösung. Es ist schlicht der Aufruf zur Feuerbestattung. Denn seine Pensionistinnen “sind keine Gruftis, sie sind keine Kompostis. Da hab’ ich mit aller Schärfe entgegenzutreten” Die Schwarzen mögen also in Gruften verschwinden, die Grünen im Komposte, sozialdemokratische Pensionistinnenleiber dagegen lassen sich der Flamme zuführen.Da fährt die Feuerwehr drüber. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Lasset uns brennen!">del.icio.us Pos t tags: Blecha, Pensionistinnen, SPÖ Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Kaplan fällt dem Quotenwahn zum Opfer
“Name für die Quote?” fragt das Bezirksjournal in der aktuellen Nummer und fügt dieser kryptischen Frage eine noch viel anspruchsvollere hinzu: Quotenwahn oder historischer Verdienst? Anlässlich der Nähe zum “Equal Pay Day” und etlicher pfiffiger Auslassungen darüber in der österreichischen Bloggerszene würde ich mir diese Frage so deuten, dass nunmehr für Frauen die Möglichkeit besteht, zwischen wahnhaften Quotenregelungen (wie es beispielsweise jetzt am Übermaß an weiblichen Rektorinnenernennungen zu beobachten ist) oder einem noch nie dagewesenen Einkommenssprung zu wählen. Doch es ist ganz anders. Franz Schodl, fleißiger Leserbriefschreiber in der Kronenzeitung, ehemaliger grüner Bezirksrat in Meidling, nunmehr für die Bürgerliste “Pro Hetzendorf - Bürger für Bürger“ ebenfalls als Bezirksrat aktiv, ist mit der Benennung eines Parks unzufrieden: Die Meidlinger SPÖ will die Parkanlage “Friederike Stoiber-Park” nennen. Stoiber war die erste Leiterin des Pensionistenwohnhauses Hetzendorf. Franz Schodl von der Bürgerliste “Pro Hetzendorf’ stößt dieser Name...


Doppelter Löscheinsatz
“ein Journalist, der mit Burn-out im Krankenstand war” berichtete vorhin im Club 2 ein Privatdetektiv, welcher Krankenstandsüberwachungen durchführt, “koordinierte in dieser Zeit Einsätze der Feuerwehr”. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Doppelter Löscheinsatz">del.icio.us Post tags: Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Ein bißchen verpoppert
Ob es wohl möglich ist, diesen vom ORF produzierten Satz als richtig zu falsifizieren? Natürlich nur nach umfassenden Studien: “Eine Behauptung, die durch die umfassenden Ermittlungen als falsch verifiziert wurde”. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Ein bißchen verpoppert">del.icio.us P ost tags: Feed enhanced by Better Feed from Ozh