Von Turnlehrern, Folmen und Herrschaftswichteln
- Folm der Woche: Stefan Apfl
Trotz harter Konkurrenz (des Herausgebers Männergschichten, diesmal mit der hardcore-Variante Fleischhacker bettelten schier drum) und trotz der Tatsache, dass es im Laufe der Woche Trittbrettfahrer des hier genannten Folms (= Falters Eigendolm) - sonder Zahl gegeben hat, für die Falterwoche 5/09 hat es Stefan Apfl für seinen Artikel “Die Islamlehrer” letztendlich souverän geschafft.- Vor Turnlehrern wird gewarnt
Vom Völkerball bis zum Zirkeltraining werden hier Parallelgesellschaften herangezüchtet, die sich irgendwann in einer integrationspolitischen Zeitbombe entladen werden.- Aufgrund dessen: Jede Zumutbarkeit strapaziert
Sie sind alle gleich und sie pflegen alle die gleichen Sprachfiguren, die Herrschaftswichtel in den Institutionen, diesmal aus der Islamecke- Wo die extreme Rechte wohnt
Die Frage, wie rechts Österreich ist, lässt sich auch ohne Zeugenschaft der Herren Strache/Mölzer/Höbelt sehr einfach beantworten (Rauscher im Standard)- Grundloser Rassismusvorwurf unangebracht
“zumal eine derartige Kritik samt Regressforderung und angestrebter Richtlinienbeschwerde gerade von einem US-Bürger kommt und man auch hier zu Lande weiß, wie rigoros und nachsichtslos gerade amerikanische Polizisten bei der Erzwingung einer Festnahme vorgehen und dieser Umstand auch jedem US-Bürger bekannt ist”
Lochgott, übernehmen Sie!
Umzug geht recht holprig vonstatten.
Die Seite auf haftgrund.net ähnelt den burgenländischen Häuslbauersiedlungen der 60er.
Aber der erste Beitrag ist dort gelandet. Wie ja auch in diesen Siedlungen lange vorm Fertigwerden der Häuser frische Kinder das Licht in eben diesen erblickt hatten.
Sozusagen eingelocht.Mit “Erinnerung, Zusammenhang, Wissen. Das schwarze Loch der Zusammenhanglosigkeit füllen” betitelt die Essayistin und Germanistin Daniela Strigl ihre Rezension des Essaybandes “Ohnmacht und Empörung. Schriften 1982-2006″ von Konstantin Kaiser im Standardalbum.
Die Lektüre der Rezension will nicht so recht gelingen, denn das zu füllende schwarze Loch der Zusammenhanglosigkeit hat mich fest im Griff. Wenn Erinnerung, Wissen und was sonst noch
weiter: Lost im schwarzen Loch der Zusammenhanglosigkeit?
ihren Zusammenhang verlieren, dann tut sich schon eine gewisse Leere zwischen ihnen auf. Dass diese eine schwarze sein muss, ist wohl durch jenen aus der Astronomie kommenden modischen Begriff nahe liegend, welcher gute Chancen hat, den Quantensprung und die Unschärferelation als Füllsel für alle möglichen Zustände und Beziehungen zu ersetzen.
Füllsel. Was soll denn wirklich gefüllt werden: Der Raum zwischen Unverbundenem? Nein, eigentlich das Loch, das schwarze, des Unverbundenen. Sozusagen das Loch des Loches. Da tut sich jede Fülle schwer. Lochgott, übernehmen Sie!
Picken im Schatten von Barack V.
"Andererseits könne er auch den feministischen Standpunkt nachvollziehen: Es wurden drei Frauen an die Spitze gewählt, nun sollen sie von einem Mann überschattet werden".meint Gebi Mair, Mitglied des Erweiterten Bundesvorstandes (EBV) und Tiroler Landtagsabgeordneter im Gespräch mit derStandard.at."Was liegt, das pickt"meldet sich im selben Artikel auch die Präsidentin des Wiener Tierschutzhauses zu Wort.
Die Stimme aus dem Chorgestühl sieht das anders:"Übrigens: Obama war zu Beginn mit Sicherheit nicht Kandidat des Parteiestablishments."
Auf den Stamokap gekommen
Wenn zwei sich streiten, wie der Rüruprentner Rürup und der bis vor kurzem in den selben Kreisen beliebte Finanzwissenschafter Homburg, dann kommen gelegentlich Wahrheiten raus. Das wars aber auch schon.
Ein kleiner Wortrap aus dem Spiegelstreitgespräch:
Günter Homburg:SPIEGEL: Finanzminister Steinbrück sagt, er habe in den Abgrund geblickt.
- Ich kann derzeit keine Krise erkennen.
- Das Konjunkturprogramm ist eine Verschwendung öffentlicher Mittel und wird großen Schaden anrichten.
- Es ist sehr bedauerlich, dass das, was den Bürgern in den letzten Jahren durch Mehrwertsteuererhöhung und vieles mehr abgepresst wurde, jetzt in einem Zug verbraten wird.
- Also kommt es zu fragwürdigen Schnellschüssen, die noch dazu in die Preise gehen.
- Insofern ist dies eine Verschwendung öffentlicher Mittel.
- Herr Rürup, Sie und der Sachverständigenrat haben uns jahrelang erklärt, dass Konjunkturprogramme wirkungslos seien. Das steht sogar noch in Ihrem aktuellen Gutachten!
- Wir machen uns als Volkswirte unglaubwürdig, wenn wir ohne gesicherte Fakten von der schlimmsten Krise aller Zeiten phantasieren
- und dann auch noch Rezepte aus dem Keller holen, die wir bis letztes Jahr für verfehlt gehalten haben.
- Ich verstehe einfach nicht, weshalb so große Teile der Volkswirtschaftslehre nun diametral ihre Position ändern.
- Sind denn alle verrückt geworden?
- Was wir beobachten, sind Manager, die ihr individuelles Versagen mit dem Hinweis auf eine Finanzmarktkrise kaschieren.
- Zumindest hätten alle Verantwortlichen, also Vorstand, Aufsichtsrat und Aktionäre, so gestellt werden müssen wie bei einer Insolvenz, einschließlich des Verlustes der Pensionsansprüche.
- Ich prognostiziere, dass sich die Banken in Zukunft noch riskanter verhalten werden als bisher, denn sie haben verstanden:
- Wenn es schiefgeht, hilft der Staat.
- Da lauert für mich schon die nächste Spekulationsblase.
- Deutsche-Bank-Chef Ackermann und Co. haben die Regierung absichtsvoll verunsichert.
- Für die Banken ist der Rettungsschirm sehr vorteilhaft,
- auch für Ackermann, weil Forderungen seiner Bank dadurch gerettet werden.
- Das tut seinem Gewinn gut.
Ahja, Rüru hat auch was gesagt:
- Da sind Amateure über einen Abgrund gehalten worden.
- Diese Panik ist stark interessengesteuert, und zwar von den Banken.
- Tatsache ist, dass die Bankenrettung mit dem Vorwand des Gemeinwohls begründet wird, sie in Wahrheit aber vor allem den Banken nutzt.
- Wie bitte?
- Ich bitte Sie!
- Manchmal ist es leider so, dass man vorübergehend Partikularinteressen befriedigen muss, um viel größeren Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden.
- Ich kann Ihre Einschätzung absolut nicht teilen
- Es sollte Ihnen doch zu denken geben, dass so viele Kollegen ihre Position geändert haben. Gelegentlich kann auch die Mehrheit recht haben.
- Manchmal ist es leider so, dass man vorübergehend Partikularinteressen befriedigen muss, um viel größeren Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden
- Das ist, vorsichtig formuliert, abwegig.
- Moment mal!
- Manchmal ist es leider so, dass man vorübergehend Partikularinteressen befriedigen muss, um viel größeren Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden.
- Eine bemerkenswerte Einzelmeinung.
- Das klingt nach einer konspirativen Theorie, wie man sie früher vom Stamokap-Flügel der Jungsozialisten hörte
Für Nachgeborene ein paar Stamokaplinks:
Ist die Wahrheit eine Flasche?
Zottel hätte bei der morgendlichen Hunderunde fragen können:- Was ist eigentlich die Wahrheit?
Der Verlegenheitsantwort:- Das Ganze
wäre wohl umgehend mit- ... ist das Unwahre, oder?
gekontert worden. Die versöhnlerische Vorfrühstücksstimme hätte daraufhin vielleicht gemeint:- Im Großen und Ganzen ja.
Der Canide hätte sich gefühlt wie Greti nach Heinis Antwort auf die nach ihr benannte Frage und hätte weiter geschnüffelt:- Hat die Wahrheit einen Vater?
- Wirklichkeit?
- Die ist weiblich und die Mutter ist die Zeit.
- Alleinerziehend?
- Mit dem Dauerbaby "Wahrliburli"?
- Mädi meint Khol.
- Gali sagt Kind. Aber wurscht.
- Selbst wenn das Bankert erwachsen wäre, wüssten wir immer noch nicht, was es ist.
- Sachte ich doch! (Zottel dürfte während seines vorkarpatischen Streunerlebens mit norddeutschsprachigen Minderheitlern zu tun gehabt haben).
- Wahr muss jedenfalls nicht immer richtig sein
- Und das Richtige nicht immer das Beste
- Auch wieder wahr.
- Wahrheit ohne Fehler ist irgendwie nicht so ganz, stimmts?
- Nicht so ganz was?
- Nicht so ganz die ganze Ganze Wahrheit.
- Die Wahrheit liegt also in den Fehlern?
- Genau genommen: Die Wahrheit liegt in ihren Fehlern.
- Klingt ziemlich flasch. Gemma googeln.
Googlefrüchte:
Österreichisches Double Bind
Sven Gächter: Systemfehlerquoten (Profil)
In Wahrheit verdichten sich die Indizien, dass Österreich nach der schwarz-blauen Wende im Jahr 2000 ein krasses Psychohygiene-Defizit ausgebildet hat. Was zuvor immerhin noch Gegenstand ernsthafter, wenn auch teilweise erbitterter Kontroversen gewesen war, wird mittlerweile routinemäßig einer nicht weiter diskussionswürdigen Tagesordnung zugewiesen.
Und wer (wie profil und eine Hand voll anderer Medien) partout nicht davon abrückt, die uneingeschränkte Beachtung zentraler, in der Verfassung niedergelegter Grundprinzipien einzufordern, muss sich im Gegenzug den Vorwurf gefallen lassen, damit das Geschäft der Gegenseite zu betreiben – also all jener, die kein Hehl daraus machen, was sie von diesen Prinzipien halten.
Ein pseudosubtiler Treppenwitz, der so schlecht ist, dass er von Gerhard Dörfler stammen könnte.
Von Titeln und Tools
Man trägt ja doch immer die Büchereiarbeit mit sich. Bei der Hunderunde ist mir nicht und nicht die Autorin des Buches "Gesunder Schrecken. Partnerschaften aus dialektischer Sicht" eingefallen.
Der Klappentext, der sich an eine fiktive Hausfrau wendet, geht etwa so:"Uns allen ist das schon mal passiert, dass der Ehemann anruft oder mailt und mitteilt, dass er die nächste Woche Urlaub/Krankenstand etc. zu nehmen gedenkt. Und wenn frau sich dann in den Spiegel schaut, sieht sie den "O my god, it's a monster!"-Blick und alle ihre Träume von Homefunning und Relaxtraining sind wie weggeblasen angesichts der Aussicht, eine Woche lang den heiligenscheingesäumten Hinterkopf des Lebensabschnittspartners in Permanenz vor Augen zu haben.Ich glaube, es ist die selbe Autorin, die auch folgende Ratgeber mit tiefen Einsichten in die Geheimnisse des menschlichenen Durcheinanders geschrieben hat:
Und wenn er nicht vorm Monitor sitzt, dann benutzt er das Klo, wenn frau es am Dringendsten braucht.
Wenn die im Stakkato erfolgende Arbeit an der Antizipation des Grauens ihren Höhepunkt erreicht hat, wenn also von der Ferne schon migränischer Stechschritt ein leichtes Bodenbeben verursacht, also Katastrophe pur herrscht ... und dann ein weiterer Anruf/eine Mail mit der Mitteilung kommt, dass es sich leider nächste Woche mit dem Krankenstand/mit dem Urlaub nicht ausgehe - dann kann frau sicher sein: dieser Lebensabschnittspartner hat das Prinzip "Gesunder Schrecken" verstanden.
Alle Spannung löst sich in Liebe und neu erwachender Leidenschaft auf, es eröffnet sich eine Woche, in welcher das Glück Einzug halten wird - denn Homefunning verharrt auf den Schrecken hinauf im Standby-Modus, während das Relaxtraining in Form televisionär gestützten Konsums raffiniert verarbeiteter Theobromafrüchte ein durch und durch menschliches Antlitz erhält."Egal, irgendwann wirds mir wieder einfallen.
- "Migräne. Die Mundart des Weiblichen"
- "Lebensabschnittspartnerschaften zwischen One-Night-Stand und Patchwork"
Bis dahin erscheint die Beschäftigung mit dem an diversen Schnittstellen zwischen Hard- und Software angesiedelten First-Life-Editor "Dekonstrukt" überaus lohnend zu sein.
Dieses Tool wurde ja ursprünglich nur für die Organigrammisierung der metabiologischen FPS entwickelt.
Es kommt aber auch hervorragend mit TPS-Umgebungen zurecht, was bei konsequentem Einsatz rückwirkend einen willkommenen Renderingimpuls für den realbiologischen Bereich auslösen kann.
Inzwischen funktioniert auch der Transfer in hypertextuale Umgebungen immer besser, allzu ambitionierten Kaskadisierungen sind allerdings durch einige Vertreter der älteren Generation softwareseitiger Rezeption noch enge Grenzen gesetzt.
Dank der großen Community des First-Life-Editor-Projekts ist zu hoffen, dass sich auch hier bald Durchbrüche erzielen lassen in Richtung "Dekonstrukt 2.0".
Ein spannendes Programm jedenfalls und für alle, denen der protomodernistische Ansatz des Doskonała próżnia ein Anliegen ist, eigentlich unverzichtbar.
Es nimmt allerdings leider sehr viel Zeit und haptisches Engagement in Anspruch. Doch es lohnt sich.
RFID - und die BasiswapplerInnen von Wien
BasiswapplerIn 1 an BW 2 und BW 3
Ich wollte euch mal fragen wie es euch so geht mit den Medienpaketen... ihr beklebt die CD 1, DVD 1 ... mit einem Transponder und die folgenden mit Dummies? Und wie funktioniert das dann bei euch mit der Verbuchung?
Bei uns jedenfalls trotzdem oft nicht, man muss die CD 1 in die Antenne halten, vor allem bei Packungen mit mehr als 2 Scheiben.
Die neuen kleineren Transponder funktionieren aber wieder besser bei uns.
Wir haben jetzt mal ganz leise zu denken angefangen, ob man nicht überhaupt nur Dummies und in die Verpackung einen Buchtransponder kleben sollen.
Das wäre für die Verbuchung besser, aber wenn die LeserInnen das mitbekommen, wird vielleicht doch gestohlen....?
Mit BW 4 habe ich schon gemailt, die machen manche Pakete so, wo sie relativ sicher sind, dass es sowieso nicht funktionieren wird.
Was sagt denn ihr dazu?
BasiswapplerIn 2 an BW 1 und BW 3
also es kommt auf den Umfang u. die Art des Medienpakets an:
- bei Buch mit Landkarte oder Buch mit CD sichern wir beides (das funktioniert recht gut)
- bei Sprachkursen u. mehrteiligen Hörbüchern haben wir oft einen viereckigen Transponder auf dem Schachtelboden, weil die Metall-CDs sonst jede Verbuchung zu einem Glücksspiel machen.
Wir verzichten meist auf die Dummies (die täuschen eh kaum jemanden u. machen uns selber die Ausleihe schwer, wenn man nicht sicher ist, wo der richtige Transponder sich befindet)
Wegen Sicherung: vorige Woche sind aus unserem Platzhalterregal 10-15 DVDs gestohlen worden, und die Sicherung hat nicht reagiert (Fazit: wer stehlen will, weiß, wie man die Sicherung umgeht).
Ich finde es schon ärgerlich, dass das System so viel Geld kostet, aber nicht hält, was es verspricht.
Es war ja ein Argument, dass wir bei Medienpaketen durch die Transponder-Verbuchung der einzelnen Teile den LeserInnen beweisen können, dass das Paket vollständig war, als sie es ausgeborgt haben.
Schwierig ist, dass es jetzt unterschiedliche Systeme gibt beim Umgang mit Medienpaketen gibt (Anfangsphase alles transponderisiert, dann in verschiedenen Zweigstellen wieder davon abgekommen wegen schlechter Erfahrungen), aber damit müssen wir halt leben.
BasiswapplerIn 3 an BW 1 und BW 2
Gleich vorweg: die kleinen neuen Transponder für CDs funktionieren bei uns wesentlich schlechter, d.h. wir brauchen mehr Booster, damit sie sich überhaupt easychecken lassen.
Medienpakete machen wir mit 1 Transponder und sonst Dummies, was aber auch nicht garantiert, dass die Boxen gleich von der Antenne erfasst werden (Auspacken der CDs und gegebenenfalls sogar von unten ins Feld halten ist durchaus keine Seltenheit).
Die Buchtransponder in die Medienpakete zu kleben ist zwar für die Ausleihe wesentlich praktischer, aber ich trau mich nicht, weil sonst wahrscheinlich wirklich sehr viel gestohlen wird, wenn's die findigen LeserInnen bemerken...
BasiswappplerIn 4 an BW 1, BW 2 und BW 3
Wurde uns nicht seinerzeit eine Evaluierung der Erfahrungen mit RFID versprochen?
Offenbar reichte aber eine Ferndiagnose, um festzustellen, dass eine Ausweitung von RFID-Zweigstellen auch unter den gegeben Bedingungen Sinn macht ... (aber welchen?)
Interessant wäre es zu erfahren, ob diese Transponder-Problematik den KollegInnen "der nächsten Generation" nahegebracht wird und welche Lösungen "offiziell" angedacht werden.
Oder ob die neuen RFID-Zweigstellen dann auch noch Jahre mit Dr. Trial und Mr. Error vor sich hinfuhrwerken müssen.
Ob die vielen Stunden, die beim Herumschlagen mit diesen Problemen bereits verbraucht wurden und noch verbraucht werden müssen, auch controllingrelevant sind bei der Bewertung des "Erfolgsmodells RFID"?
BasiswapplerIn 1 an BW 2 und BW 3
....???weiß auch nicht.....
Buchtransponder sind ja ok.
Von den kommenden RFID-Zweigstellen ist die BW 5 bei uns und die BW 6 und BW 7 sind in der Hauptbücherei, vielleicht hilfts....
Was sich wie eine Diskussion nach der ersten Testreihe bei Versuchen mit RFID liest, fand jedoch tatsächlich im Jahr 6 nach Einführung der RFID-Verbuchung in der Hauptbücherei statt.
Und nach insgesamt knapp 10 Praxisjahre weiterer transponderisierten Zweigstellen.
Sowie wenige Wochen vor der Eröffnung der nächsten Bücherei mit dem Glücksbringer RFID.
Ah, look at all the lonely people,
Ah, look at all the lonely people.
Weiteres zum Thema "Die Wiener Büchereien und wie sie es lernen, RFID zu lieben":Beim Verlinken dieser Beiträge ist mir wieder bewusst geworden, wie leicht es ist, sich beim Versuch, aus der Basiswapplerperspektive den Veränderungen der Arbeitsbedingungen durch die Einführung von RFID in den Wiener Büchereien nachzuspüren, sehr schnell dem Verdacht der Technik- und "Fortschritts"feindlichkeit auszusetzen.
- Hängeseminare fürs bessere Handling
- Diebstahl durch Bedienstete
- Und durch BesucherInnen
- Diebstahl als Mittel gegen Veralterung
- Mission Selbstverbuchung
- Die Demütigung
Und dem Generalverdacht des Basisnörglertums, da dieses in Wien ja sowieso gelebte Allgemeinpraxis ist.
Tatsächlich werden vorwiegend negative Erlebnisse und Fehlfunktionen des Systems geschildet, was aber nicht daran liegt, dass die Darstellung der positiven Seiten beim "Presse- und Informationsdienst" der Stadt Wien und beim Leiter der Hauptbücherei sowieso in viel besseren Händen ist, sondern weil die anfängliche Vermutung sich mir immer mehr zu bestätigen scheint, dass es sich bei der "Transponderisierung der Wiener Büchereien" um mehr als um eine Umstellung auf eine scheinbar effektivere Arbeitsmethode handelt.
Die Beschränkung auf "Wiener" Büchereien deshalb, weil durch die Rückständigkeit des Büchereiwesens in Österreich Umwandlungen, die in Deutschland schon viel früher stattgefunden haben, nun Wien unter anderem mit der Erzeugung von Sachzwängen durch die neue Technik nachgeholt werden. Das betrifft die verschiedensten Felder wie Ausbildung, berufliche Hierarchien, Bezahlungsmodelle, "Verkundung" der BenutzerInnen etc.
Die im Detail und als Einzelne nicht sonderlich aufsehenerregenden Fehlfunktionen scheinen nicht nur Begleiterscheinungen und Übergangsschwierigkeiten eines Modernisierungsprozesses zu sein, sondern weisen quasi als Zeigerpflanze auf ein ziemlich wuchtigen Ideologiepakets hin, mit dem wir (MitarbeiterInnen und BenutzerInnen öffentlicher - gesellschaftlicher - Einrichtungen) konfrontiert sind bzw. noch konfrontiert werden.
Hier zeigt es sich, dass Wien wieder einmal anders ist, wenn es zu Zeiten des ideologischen Zusammenbruchs des Niedergangs des Neoliberalismus, vehement den Wiener Weg des Neoliberalismus fortsetzt, dessen nicht unwesentliches Merkmal seine Verlogenheit ist.
Das heißt, vom Wr. RFID zu reden und vom Wr. Neoliberalismus zu schweigen, das wäre nicht ur-leiwand.
Leiwander wäre es, wenn irgendwas zustande käme, das in etwa so heißen könnte:
"Das Magnetfeld und die Kunde von Wien"(Für nicht des Wienerischen Kundige: "Die Kunde" wurde früher oft als Einzahlwort für die Kunden verwendet: "Wenn die Kunde das wünscht, dann werden wir das sofort erledigen" und hat einen gewissen Charme, weil es eines der wenigen Wörter ist, in denen sich die Männer unter einer weiblichen Einzahlform subsumiert sehen müssen [wahrscheinlich ist es deswegen auch schon sehr selten in Verwendung :-) ] und weil man halt sonst auch bedeutungsmäßig damit spielen kann.)
Verbrannte Vögel schaffen Bibliotheksruhe
Airbus-Notwasserung: "Es roch nach verbrannten Vögeln" SPIEGEL ONLINE
Nach den Befragungen der Crew-Mitglieder waren kurz nach dem Start in etwa 900 Meter Flughöhe beide Motoren ausgefallen. Zwei Flugbegleiter berichteten laut Higgins, sie hätten noch während des Steigflugs einen lauten Schlag gehört, danach sei das Motorgeräusch völlig verstummt. "Sie haben es als absolute Ruhe beschrieben, wie in einer Bibliothek", sagte Higgins.
