RFID - und die BasiswapplerInnen von Wien

Wenn die Basis unter sich ist, und seis nur mailmäßig, taucht da schon die eine oder andere Frage auf, die so in keiner der vielen "RFID ist Obama der Bibliotheken"-Berichte überhaupt nur angestreift wird.


BasiswapplerIn 1 an BW 2 und BW 3

Ich wollte euch mal fragen wie es euch so geht mit den Medienpaketen... ihr beklebt die CD 1, DVD 1 ... mit einem Transponder und die folgenden mit Dummies? Und wie funktioniert das dann bei euch mit der Verbuchung?
Bei uns jedenfalls trotzdem oft nicht, man muss die CD 1 in die Antenne halten, vor allem bei Packungen mit mehr als 2 Scheiben.
Die neuen kleineren Transponder funktionieren aber wieder besser bei uns.

Wir haben jetzt mal ganz leise zu denken angefangen, ob man nicht überhaupt nur Dummies und in die Verpackung einen Buchtransponder kleben sollen.
Das wäre für die Verbuchung besser, aber wenn die LeserInnen das mitbekommen, wird vielleicht doch gestohlen....?

Mit BW 4 habe ich schon gemailt, die machen manche Pakete so, wo sie relativ sicher sind, dass es sowieso nicht funktionieren wird.
Was sagt denn ihr dazu?


BasiswapplerIn 2 an BW 1 und BW 3

also es kommt auf den Umfang u. die Art des Medienpakets an:
- bei Buch mit Landkarte oder Buch mit CD sichern wir beides (das funktioniert recht gut)
- bei Sprachkursen u. mehrteiligen Hörbüchern haben wir oft einen viereckigen Transponder auf dem Schachtelboden, weil die Metall-CDs sonst jede Verbuchung zu einem Glücksspiel machen.

Wir verzichten meist auf die Dummies (die täuschen eh kaum jemanden u. machen uns selber die Ausleihe schwer, wenn man nicht sicher ist, wo der richtige Transponder sich befindet)

Wegen Sicherung: vorige Woche sind aus unserem Platzhalterregal 10-15 DVDs gestohlen worden, und die Sicherung hat nicht reagiert (Fazit: wer stehlen will, weiß, wie man die Sicherung umgeht).

Ich finde es schon ärgerlich, dass das System so viel Geld kostet, aber nicht hält, was es verspricht.
Es war ja ein Argument, dass wir bei Medienpaketen durch die Transponder-Verbuchung der einzelnen Teile den LeserInnen beweisen können, dass das Paket vollständig war, als sie es ausgeborgt haben.

Schwierig ist, dass es jetzt unterschiedliche Systeme gibt beim Umgang mit Medienpaketen gibt (Anfangsphase alles transponderisiert, dann in verschiedenen Zweigstellen wieder davon abgekommen wegen schlechter Erfahrungen), aber damit müssen wir halt leben.


BasiswapplerIn 3 an BW 1 und BW 2

Gleich vorweg: die kleinen neuen Transponder für CDs funktionieren bei uns wesentlich schlechter, d.h. wir brauchen mehr Booster, damit sie sich überhaupt easychecken lassen.

Medienpakete machen wir mit 1 Transponder und sonst Dummies, was aber auch nicht garantiert, dass die Boxen gleich von der Antenne erfasst werden (Auspacken der CDs und gegebenenfalls sogar von unten ins Feld halten ist durchaus keine Seltenheit).

Die Buchtransponder in die Medienpakete zu kleben ist zwar für die Ausleihe wesentlich praktischer, aber ich trau mich nicht, weil sonst wahrscheinlich wirklich sehr viel gestohlen wird, wenn's die findigen LeserInnen bemerken...


BasiswappplerIn 4 an BW 1, BW 2 und BW 3

Wurde uns nicht seinerzeit eine Evaluierung der Erfahrungen mit RFID versprochen?
Offenbar reichte aber eine Ferndiagnose, um festzustellen, dass eine Ausweitung von RFID-Zweigstellen auch unter den gegeben Bedingungen Sinn macht ... (aber welchen?)

Interessant wäre es zu erfahren, ob diese Transponder-Problematik den KollegInnen "der nächsten Generation" nahegebracht wird und welche Lösungen "offiziell" angedacht werden.

Oder ob die neuen RFID-Zweigstellen dann auch noch Jahre mit Dr. Trial und Mr. Error vor sich hinfuhrwerken müssen.

Ob die vielen Stunden, die beim Herumschlagen mit diesen Problemen bereits verbraucht wurden und noch verbraucht werden müssen, auch controllingrelevant sind bei der Bewertung des "Erfolgsmodells RFID"?


BasiswapplerIn 1 an BW 2 und BW 3

....???weiß auch nicht.....

Buchtransponder sind ja ok.

Von den kommenden RFID-Zweigstellen ist die BW 5 bei uns und die BW 6 und BW 7 sind in der Hauptbücherei, vielleicht hilfts....


Was sich wie eine Diskussion nach der ersten Testreihe bei Versuchen mit RFID liest, fand jedoch tatsächlich im Jahr 6 nach Einführung der RFID-Verbuchung in der Hauptbücherei statt.
Und nach insgesamt knapp 10 Praxisjahre weiterer transponderisierten Zweigstellen.
Sowie wenige Wochen vor der Eröffnung der nächsten Bücherei mit dem Glücksbringer RFID.

Ah, look at all the lonely people,
Ah, look at all the lonely people.



Weiteres zum Thema "Die Wiener Büchereien und wie sie es lernen, RFID zu lieben":

Beim Verlinken dieser Beiträge ist mir wieder bewusst geworden, wie leicht es ist, sich beim Versuch, aus der Basiswapplerperspektive den Veränderungen der Arbeitsbedingungen durch die Einführung von RFID in den Wiener Büchereien nachzuspüren, sehr schnell dem Verdacht der Technik- und "Fortschritts"feindlichkeit auszusetzen.
Und dem Generalverdacht des Basisnörglertums, da dieses in Wien ja sowieso gelebte Allgemeinpraxis ist.

Tatsächlich werden vorwiegend negative Erlebnisse und Fehlfunktionen des Systems geschildet, was aber nicht daran liegt, dass die Darstellung der positiven Seiten beim "Presse- und Informationsdienst" der Stadt Wien und beim Leiter der Hauptbücherei sowieso in viel besseren Händen ist, sondern weil die anfängliche Vermutung sich mir immer mehr zu bestätigen scheint, dass es sich bei der "Transponderisierung der Wiener Büchereien" um mehr als um eine Umstellung auf eine scheinbar effektivere Arbeitsmethode handelt.

Die Beschränkung auf "Wiener" Büchereien deshalb, weil durch die Rückständigkeit des Büchereiwesens in Österreich Umwandlungen, die in Deutschland schon viel früher stattgefunden haben, nun Wien unter anderem mit der Erzeugung von Sachzwängen durch die neue Technik nachgeholt werden. Das betrifft die verschiedensten Felder wie Ausbildung, berufliche Hierarchien, Bezahlungsmodelle, "Verkundung" der BenutzerInnen etc.

Die im Detail und als Einzelne nicht sonderlich aufsehenerregenden Fehlfunktionen scheinen nicht  nur Begleiterscheinungen und Übergangsschwierigkeiten eines Modernisierungsprozesses zu sein, sondern weisen quasi als Zeigerpflanze auf ein ziemlich wuchtigen Ideologiepakets hin, mit dem wir (MitarbeiterInnen und BenutzerInnen öffentlicher - gesellschaftlicher - Einrichtungen) konfrontiert sind bzw. noch konfrontiert werden.
Hier zeigt es sich, dass Wien wieder einmal anders ist, wenn es zu Zeiten des ideologischen Zusammenbruchs des Niedergangs des Neoliberalismus, vehement den Wiener Weg des Neoliberalismus fortsetzt, dessen nicht unwesentliches Merkmal seine Verlogenheit ist.

Das heißt, vom Wr. RFID zu reden und vom Wr. Neoliberalismus zu schweigen, das wäre nicht ur-leiwand.
Leiwander wäre es, wenn irgendwas zustande käme, das in etwa so heißen könnte:
"Das Magnetfeld und die Kunde von Wien"
(Für nicht des Wienerischen Kundige: "Die Kunde" wurde früher oft als Einzahlwort für die Kunden verwendet: "Wenn die Kunde das wünscht, dann werden wir das sofort erledigen" und hat einen gewissen Charme, weil es eines der wenigen Wörter ist, in denen sich die Männer unter einer weiblichen Einzahlform subsumiert sehen müssen [wahrscheinlich ist es deswegen auch schon sehr selten in Verwendung :-) ]  und weil man halt sonst auch bedeutungsmäßig damit spielen kann.)





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Der Bescheidenheitsexzess des Jahres
Auf die Frage im Falter 52/09, ob er noch die Grünen wähle, gab Johannes Voggenhuber zwar eine ausweichende Antwort, doch umso bestimmter wird der Ex-EU-Angeordnete der Grünen, wenn er ungefragt von sich berichtet: “Ich schreibe für die Österreichausgabe der Zeit. Ich arbeite an einem Buch. Ich erstelle Entwicklungskonzepte für die Salzburger Uni. Ich habe auch das EU-Bürgerforum mit Europapolitikern aus anderen Parteien gegründet” © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Der Bescheidenheitsexzess des Jahres">del.icio.us Post tags: Bescheidenheit, Voggenhuber Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Der Bescheidenheitsexzess des Jahres
Auf die Frage im Falter 52/09, ob er noch die Grünen wähle, gab Johannes Voggenhuber zwar eine ausweichende Antwort, doch umso bestimmter wird der Ex-EU-Angeordnete der Grünen, wenn er ungefragt von sich berichtet: “Ich schreibe für die Österreichausgabe der Zeit. Ich arbeite an einem Buch. Ich erstelle Entwicklungskonzepte für die Salzburger Uni. Ich habe auch das EU-Bürgerforum mit Europapolitikern aus anderen Parteien gegründet” © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Der Bescheidenheitsexzess des Jahres">del.icio.us Post tags: Bescheidenheit, Voggenhuber Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Einiger Sumpf
Peter Pilz hat es in wenigen Zeilen auf den Punkt gebracht: “Dörflerstrache. Das ist lustig, schön und passend, also: ein echtes Weihnachtsgeschenk! Das ist wie die Fusion von Hypo Alpe Adria und Meinl-Bank. Das ist gut, denn endlich kommt zusammen, was zusammengehört. Endlich kommt der Dreck zum Stroh und endlich mischt sich das braune Orange mit dem braunen Blau. Also: Endlich finden das Kärntner BZÖ und die FPÖ zueinander. Wie der gemeinsame Sumpf heißen wird, werden uns die Herren noch verraten. Strache und Scheuch - das ist ein Moment der Wahrheit. Milliardenverschleuderung und Minderheitenhetze, Wehrsport und Saufsport und dahinter die Sonne, die im Bodensatz versunken ist. Für beide Seiten ist die Vereinigung eine Offenbarung. Die FPÖ bekennt sich damit zur Korruption und das Kärntner BZÖ zum Rechtsextremismus. Beiden dürfte beides nicht sonderlich schwergefallen sein.” Interessant ist auch, was diese Partie in der kurzen Zeit seit ihrem Zusammengehen schon alles zusammengelogen hat (ZIBs, Runder Tisch). Und das alte Problem bleibt bestehen, dass die WählerInnen dieser Organisation entweder rechtsextrem oder Trotteln sind. Und es ist keinesfalls tröstlich...


Haare kürzen, Bildung bringen
“Eine Woche vor seinem 80. Geburtstag war es für den Xantener Kinderbuchautor Willi Fährmann eine Ehrensache, zur Eröffnung der Moerser Grundschule, die seinen Namen trägt, anzureisen und vorzulesen. Er las aus seinen Erinnerungen, wie er als Kind zum Lesen kam. Ein Arbeitsloser, der regelmäßig zu Hause in der Küche den Kindern die Haare schnitt, leitete ehrenamtlich die Bücherei in der Kirche und brachte immer neue Bücher mit, auch einige, die von den Nationalsozialisten verboten waren und im Kleiderschrank versteckt wurden.” Quelle: http://www.rp-online.de/ni ederrheinnord/moers/nachri chten/moers/Schwungvoller- Start_aid_794677.html © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Haare kürzen, Bildung bringen">del.icio.us Post tags: BibliothekarInnen, Büchereien, Nationalsozialismus Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Spass mit der Bibliothek 2.0
Sehr gute Präsentation. Zum Thema siehe auch Blog des Autors:Bibliothek 2.0 und mehr. Innovative Ideen für Bibliotheken, Freie Inhalte und Interessantes aus dem Web Spass mit der Bibliothek 2.0 View more documents from Patrick Danowski. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Spass mit der Bibliothek 2.0">del.icio.us Post tags: Bibliothek2.0, Bibliotheken Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Tut mir leid Schatz, aber:
“Mein Kurzzeitgedächtnis ist durch das Multitasking immer stark beansprucht, sodass ich oft andere Dinge kurzfristig vergesse.” Dem Zellbiologen Michael Kiebler sei gedankt für diese im Heureka 2009/03 getätigte Ausrede des Jahrhunderts :-) © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Tut mir leid Schatz, aber:">del.icio.us Post tags: Ausreden, Gedächtnis, Multitasking Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Grund zum Lesen
ZEITmagazin: Lesen Sie? Allen: Nicht viel. Wegen meiner Brille hält man mich für einen Intellektuellen, der darauf brennt, nach Feierabend Kierkegaard zu lesen oder Bleistiftnotizen in Aufsätze über Hegel zu schreiben. Das ist aber ein Irrtum. Mein erstes Buch las ich mit achtzehn. Und zwar nur, um die Mädchen zu beeindrucken. Sollte hier das Geheimnis der Berufswahl von Bibliothekaren zu finden sein? © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Grund zum Lesen">del.icio.us Post tags: Allen, BibliothekarInnen, Buch Feed enhanced by Better Feed from Ozh


“Natürlich aus der Schweiz!”
aber auch:   “Wir sind Schweizer”: “Weil erzählt wurde, die Milchpulverprodukte “Klim” und “Nido” seien aus Dänemark, wurden sie von vielen Arabern boykottiert, die über die Mohammed-Karikaturen wütend sind. Mit einer Anzeige in Saudi-Arabien steuert der Schweizer Konzern nun dagegen. Bei ihnen handele es sich nicht um einen dänischen Konzern, auch ihre Produkte würden nicht in Dänemark hergestellt.” (2006) Und jetzt? fragt daher folgerichtig Michael Miersch in der “Achse des Guten”. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to “Natürlich aus der Schweiz!”">del.icio.us Po st tags: Minarettverbot, Nestle, Ricola, Schweiz Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Heine über die Gefährlichkeit von Büchern
Heinrich Heine in “Die romantische Schule”: “Zu seiner Zeit hat man sein Buch gewiß für gottlos und ähnliche Dichtungen, wozu schon der »Lanzelot« gehörte, für gefährlich gehalten. Und es sind wirklich auch bedenkliche Dinge vorgefallen. Francesca da Polenta und ihr schöner Freund mußten teuer dafür büßen, daß sie eines Tages miteinander in einem solchen Buche lasen; – die größere Gefahr freilich bestand darin, daß sie plötzlich zu lesen aufhörten!“ Hintergrund dazu: Um eine Fehde mit der Malatesta-Familie aus Rimini zu beenden, beschloss Guido da Polenta, seine Tochter mit dem Erben des Hauses Malatesta, Giovanni, zu verheiraten. Giovanni war jedoch körperlich entstellt und lahm. Da Guido wusste, dass seine Tochter eine Heirat mit Giovanni verweigern würde, trat Giovannis gutaussehender Bruder Paolo als Vermittler auf. Francesca entdeckte die Täuschung erst am Morgen ihrer Hochzeitsnacht. Paolo und Francesca verliebten sich ineinander, angeregt auch durch die Lektüre der Geschichte von Lancelot und Guinevere. Giovanni entdeckte die Affäre und tötete die beiden. ©...


Kein Geld für Bildung
denn es wird anderswo gebraucht: Die Lüge: „Es wird nichts verschenkt, wir stellen nichts gratis zur Verfügung, sondern es handelt sich um ein beinhartes Geschäft.“(Finanzminister Pröll) Die Wahrheit: “Das Finanzministerium muss bereits 200 Millionen Euro aus dem Bankenpaket in den Wind schreiben. Hypo Alpe-Adria und Volksbanken können nicht zahlen. Wie die Kontrollmechanismen der Regierung versagten.” © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Kein Geld für Bildung">del.icio.us Post tags: Politsystem, Wirtschaftskrise Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Charité-Bibliothek besetzt
aus dem Tagesspiegel (via Netbibeintrag “Bildung statt Fachidiotie” von Jürgen Plieninger): Etwa hundert Medizinstudierende haben am Mittwochabend nach eigenen Angaben die Bibliothek der Charité im Bettenhochhaus in Mitte besetzt. Sie wollten damit gegen eine bevorstehende Einschränkung der Öffnungszeiten protestieren, erklärte Sebastian Lange von der Fachschaftsinitiative der Charité. (zum Artikel) © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Charité-Bibliothek besetzt">del.icio.us Post tags: #unibrennt, Bibliotheken, Bildungsaufstand Feed enhanced by Better Feed from Ozh


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Der Schrecken der Schnecken
Aus gegebenem Anlass: Er war so schleimig, dass in seiner Spur die Schnecken ausglitten und manchen sogar ihr Häuschen zerbrach. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Der Schrecken der Schnecken">del.icio.us Po st tags: Betriebskultur Feed enhanced by Better Feed from Ozh


Lasset uns brennen!
In die mit viertausend Pensionistinnen bevölkerte Sporthalle von Poreč ruft Charlie Blecha: “Das weiße Haar auf dem Kopf ist wie das Dach eines Hauses. Drin brennt ein loderndes Feuer.” Wer hier noch rätselt, wieso der Pensionistinnenchef die mehrheitlich SP-Seinen mit einem brennenden Dachstuhl, was in weiterer Folge wohl ein abgebranntes Haus ergibt, vergleicht, erfährt bald des Rätsels Lösung. Es ist schlicht der Aufruf zur Feuerbestattung. Denn seine Pensionistinnen “sind keine Gruftis, sie sind keine Kompostis. Da hab’ ich mit aller Schärfe entgegenzutreten” Die Schwarzen mögen also in Gruften verschwinden, die Grünen im Komposte, sozialdemokratische Pensionistinnenleiber dagegen lassen sich der Flamme zuführen.Da fährt die Feuerwehr drüber. © haftgrund for haftgrund, 2009. | Permalink | No comment | Add to Lasset uns brennen!">del.icio.us Pos t tags: Blecha, Pensionistinnen, SPÖ Feed enhanced by Better Feed from Ozh


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“Name für die Quote?” fragt das Bezirksjournal in der aktuellen Nummer und fügt dieser kryptischen Frage eine noch viel anspruchsvollere hinzu: Quotenwahn oder historischer Verdienst? Anlässlich der Nähe zum “Equal Pay Day” und etlicher pfiffiger Auslassungen darüber in der österreichischen Bloggerszene würde ich mir diese Frage so deuten, dass nunmehr für Frauen die Möglichkeit besteht, zwischen wahnhaften Quotenregelungen (wie es beispielsweise jetzt am Übermaß an weiblichen Rektorinnenernennungen zu beobachten ist) oder einem noch nie dagewesenen Einkommenssprung zu wählen. Doch es ist ganz anders. Franz Schodl, fleißiger Leserbriefschreiber in der Kronenzeitung, ehemaliger grüner Bezirksrat in Meidling, nunmehr für die Bürgerliste “Pro Hetzendorf - Bürger für Bürger“ ebenfalls als Bezirksrat aktiv, ist mit der Benennung eines Parks unzufrieden: Die Meidlinger SPÖ will die Parkanlage “Friederike Stoiber-Park” nennen. Stoiber war die erste Leiterin des Pensionistenwohnhauses Hetzendorf. Franz Schodl von der Bürgerliste “Pro Hetzendorf’ stößt dieser Name...